Am Samstag, den 11.04.2026 verwandelte sich die prall gefüllte Weilerer Rhein-Halle in eine Bühne voller Kreativität, Humor und tänzerischem Können.

Das 8. Rhein-Nahe Männerballettturnier, welches alljährlich vom Carneval-Club 1956 Weiler e.V. veranstaltet wird, ist längst zu einer unausweichlichen Größe im Männertanzsport geworden.

So konnten an diesem Abend neben Vertretern der Ortsgemeinde und Verbandsbürgermeister Benedikt Seemann auch einige hohe Vertreter des Bundesverbandes deutscher Männerballette begrüßt werden. Elf regionale und überregionale Gruppen aus weiten Teilen des Bundesgebietes traten in diesem Jahr gegeneinander an und begeisterten das Publikum mit aufwendig inszenierten Showtänzen.

Nach der Begrüßung aller Anwesenden durch das Moderatorenduo Gerd Conrad und Leonie May, startete das Turnier zunächst mit einem Showact des Männertanznachwuchses, der „CCW-Rosenkavaliere“.

Die „Windboys“ vom Karnevalverein Herxemer Wind e.V. eröffneten sodann das Teilnehmerfeld mit dem märchenhaften Thema „1001 Nacht“ und entführten die Zuschauer mit gewohnt kreativer Spitzenleistung in eine ferne, orientalische Welt.

Es folgten die „Hidden Sixpacks“ aus Mülheim, die mit ihrem Thema „Bella Napoli“ italienisches Flair auf die Bühne brachten.

Für futuristische Stimmung sorgten die „Raw Diamonds“ aus Frei-Laubersheim mit ihrem Motto „Raw-Boter“, welches mit modernen Lichteffekten und viel Athletik umgesetzt wurde.

Die „Horny Hornets“ aus Biebelnheim unterhielten das Publikum mit einer fantasie- und humorvollen „Sumpfparty mit Shrek“.

Beendet wurde der erste Teilnehmerblock mit einem Showact der vereinseigenen „CCW Dance-Girls“.

Die Jungs vom „Team X-Dream“ aus Planig eröffneten den nächsten Teil des Abends und sorgten mit ihrem Beitrag zum Thema „Sonniges Italien“ für Applaus.

Das Männerballett Riede, welches extra für diesen Abend fast 250 Kilometer anreiste, setzte mit „Charlie und die Schokoladenfabrik“ auf eine bekannte Filmvorlage und überzeugte mit überraschenden Ideen.

Gruselig wurde es bei den „El Toreros“ aus Fürfeld, die das Publikum auf die Reise in Draculas Spukschloss mitnahmen.

Die „Specktorpedos“ aus Bodenheim sorgten mit ihrem augenzwinkernden Tanz zum Thema „Speck and Work“ für viele Lacher im Saal.

Nach einem weiteren Showact der „CCW Funny-Steps“ ging es in die finale Runde.

Die „Freaky Pins“ aus Gründau präsentierten als lebendig gewordene Schaufensterpuppen kreativ wie es im Modehaus „Frack und Pömps“ bei Nacht zugeht.

Im Anschluss interpretierten die Vorjahressieger „Turedancer“ aus Zellingen in Bayern den klassischen „Nussknacker“ neu und setzten dabei auf eine gelungene Mischung aus Eleganz und Humor.

Den Abschluss des Teilnehmerfeldes bildeten die „LCV-Bordsteinschwälbchen“ aus dem hessischen Langendernbach mit ihrem pelzigen Thema „Der gestiefelte Kater“.

Während die Jury nun fleißig die Punkte zusammenrechnete, sorgte der CCW-Showtanz als Flugpioniertruppe für kurzweilige Unterhaltung des Publikums.

Zu guter Letzt, ließen auch die Lokalmatadoren des Gastgebervereins es sich nicht nehmen ihren befreundeten Tanzgruppen den diesjährigen Tanz zu präsentieren - selbstverständlich außer Wertung. Das CCW-Männerballett beeindruckte die Anwesenden mit ihrem Thema „Ristorante Bella Napoli“, welches tänzerisch gekonnt und mit vielen kreativen Ideen das Gefühl von „la Dolce Vita“ verbreitete.

Bevor der Abend in die heiß erwartete Aftershow-Party überging, durfte Verbandsbürgermeister Benedikt Seemann den von der Verbandsgemeinde gestifteten Wanderpokal an die Gewinner des diesjährigen Rhein-Nahe Männerballettturniers überreichen: die Turedancer aus Zellingen.

Ebenfalls gratuliert werden durfte den Freaky-Pins aus Gründau zum verdienten zweiten Platz, sowie den Langendernbacher Bordsteinschwälbchen zum ertanzen des dritten Platzes.

Unabhängig von den Platzierungen war bei allen deutlich die Begeisterung für den Männerballettsport spürbar. Die Kreativität der Gruppen, die ausgelassene Stimmung im Publikum und nicht zuletzt die Vernetzung unter den anwesenden Tänzern machten das Turnier auch in seiner achten Auflage zu einem vollen Erfolg.

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